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Verzerrte Universalien. Europa, Übersetzung und der Universalismus des Anderen

Jg.2, Nr.1, September 2006
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Oliver MARCHART (Universität Basel)

Der Beitrag geht der Frage nach, wie Europas traditioneller Anspruch darauf, Ursprungsort universaler kultureller Orientierungen zu sein, sich unter den Bedingungen der auf 25 Mitgliedsländer erweiterten Europäischen Union darstellt. Entgegen dem als offizielle EU-Doktrin beschriebenen Pluralismus von 25 gleichwertigen, gleich „authentischen“ Mitgliedern wird die Auffassung vertreten, dass Europa eine im Entstehen begriffene politische Entität sei mit einem konstitutiv verzerrten Diskursraum. Im Anschluss an Derridas Monolinguisme de l’autre kommt der Autor zu dem Schluss, dass entgegen der Ideologie des pluralistischen Universalismus vielmehr von einem elementaren Antagonismus auszugehen sei, der das Politische bestimme.