revue Eurostudia-Le Centre canadien d'�tudes allemandes et europ�ennes
START Vorangehende Nummern Ausgewählte Themen Kontakt

Universalgeschichte und Vergleich am Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland

Jg. 4, Nr. 2, Dezember 2008
English | français

Alexandre Escudier, CEVIPOF/Paris

Der vorliegende Artikel liefert einige aus der Geschichte der Humanwissenschaften gewonnenen zusätzlichen Gesichtspunkte zur gegenwärtigen Debatte über Komparatistik in globaler Perspektive. Er konzentriert sich auf das, was unseres Erachtens der Entstehungskontext, die Funktionen und die verschiedenen Verwendungsweisen der im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation omnipräsenten Idee einer Universalgeschichte sind. Im Unterschied zu den gegenwärtigen theoretischen und historiographischen Vorgehendweisen erlaubt uns dieser Zugang argumentative Kontinuitäten und Diskontinuitäten zu benennen. Darüber hinaus befähigt er uns ebenso, einige der unzutreffenden methodologischen Genealogien auszuzeichnen, wie auch die vorgeblichen Verdienste der Universalgeschichte zu problematisieren, die oftmals bloß behauptet, aber keineswegs bewiesen sind.