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Über einige Schwierigkeiten, Europas Europäisierung(en) zu denken

Jg.2, Nr.1, September 2006
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Burkhard LIEBSCH (Ruhr-Universität Bochum)

Vorliegender Artikel nimmt seinen Ausgangspunkt von Paul Valérys Diagnose einer „Krise des Geistes“, des europäischen Geistes, wie sie sich insbesondere in den Ereignissen des 1. Weltkriegs manifestiere. Daraus resultiere nicht nur eine Infragestellung der Grundlagen der europäischen Kultur, sondern die völlige Unvorhersehbarkeit und Unbestimmbarkeit der Zukunft. Derrida hielt dem entgegen, es gelte dessen ungeachtet sich auch der bewahrenswerten Elemente der europäischen Kultur zu vergewissern. Vor dem Hintergrund dieser Problematik geht der Aufsatz der Frage nach, wie der sich daraus ergebende Begriff einer „un-möglichen“ Identität zu denken ist und welche Rolle die Erinnerung bei der Suche Europas danach spielen kann.