revue Eurostudia-Le Centre canadien d'�tudes allemandes et europ�ennes
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Über einige Bedingungen für eine kritische Europaforschung

Eurostudia, Jg.1, Nr. 1, Juni 2005
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Dietmar Köveker, Université de Montréal
Im vorliegenden Artikel wird die These vertreten, dass der Diskurs über „Europa“, seine „kulturelle Identität“ etc. von einer tiefen Ambiguität geprägt ist: der Ambiguität zwischen Europa als politischem Akteur, mittlerweile repräsentiert vor allem durch die Institutionen der Europäischen Union, und Europa als kulturellem Versprechen der Geltung von universalen Normen - innerhalb und außerhalb Europas. Um diese Janusgesichtigkeit Europas verständlich zu machen, wird zunächst an einige historische Aspekte des Europadiskurses erinnert. In einem zweiten Schritt wird den Gründen für das in den letzten Jahren auffallend gestiegene Interesse an der „europäischen Identität“ nachgegangen. Abschließend werden einige Konsequenzen aus diesen Überlegungen für die derzeitige Diskussion über das „Projekt Europa“ gezogen.