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Souveränität zwischen Effektivität und Legitimität - Dimensionen und aktuelle Relevanz der Souveränität bei Bodin, Hobbes und Rousseau

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Olaf Asbach (Université d’Augsbourg)

Nach einer weithin verbreiteten Auffassung durchlaufen der Begriff wie die Realität des souveränen Staates gegenwärtig eine Krise, sind vielleicht sogar an ihr Ende gelangt. Der Staat wandle sich zum „kooperativen“ Staat, der nicht mehr in der Lage sei, seinen Willen einseitig durchzusetzen, vielmehr zu einem sozialen Akteur unter anderen geworden sei. Diese Diagnosen stützen sich auf einen Begriff von Souveränität, der im Wesentlichen durch die Fähigkeit des Staates definiert ist, die Gesellschaft zu organisieren und zu lenken. Der vorliegende Artikel untersucht die konzeptuellen Grundlagen dieser Art von Beschreibung, Analyse und Kritik. Handelt es sich dabei um eine zutreffende Analyse der gegenwärtigen Entwicklungen? Sind die der Souveränität des Staates in historischer wie systematischer Perspektive zugeschriebenen Dimensionen in angemessener Weise erfasst? Zur Beantwortung dieser Fragen geht der Artikel zurück auf die Grundlagen der Souveränität, die praktische Dimension des modernen Konzepts der Souveränität und die damit verbundenen Probleme, so wie sie bei Bodin, Hobbes und Rousseau reflektiert wurden.