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Souveräne Marktteilnehmer: Verbrauchergruppen und Staatsbürgerschaft (ohne Staat?) in der Europäischen Union

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Elizabeth Covington (University of Wisconsin-Madison)

Die Ost-Erweiterung Europas und die Globalisierung sorgen auch für einen Wandel des europäischen Verbrauchermarkts. In diesem neuen Kontext sind die individuellen, lokalen und nationalen Bedingungen für die Einwirkung auf die sozialen und politischen Aspekte des Verbrauchermarkts starken Veränderungen unterworfen. In dem vorliegenden Artikel werden einige Beispiele jüngerer Verlautbarungen zu gentechnologisch veränderten Organismen angeführt um zu zeigen, dass dasjenige, was Konsumenten an Handlungsmöglichkeiten auf der Ebene supranationaler Organisationen und NGOs sowie im Sinn der Verbreitung von Internet-Aktivismus gewinnen, möglicherweise auch wieder verloren geht auf der Ebene der Einklagbarkeit von Rechten gegenüber ihren nationalen Regierungen. Darüber spiegeln die Mittel, durch die „europäische“ Konsumenten geschaffen werden, nicht nur eine Erosion nationaler Souveränität bzw. deren Krise, sondern erzeugen möglicherweise so etwas wie ein „Trostnarrativ“ im Hinblick auf das Gespenst des Versagens der Demokratie.