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Historische Komparatistik und interkultureller Transfer. Vom bilateralen Vergleich zu Beiträgen für eine globale Geschichte

Jg. 4, Nr. 2, Dezember 2008
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Matthias Middell, Universität Leipzig

Der vorliegende Aufsatz beschäftigt sich mit der aus den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts datierenden Kontroverse zwischen Vertretern einer historischen Komparatistik einerseits und Anhängern der „transferts culturels“ andererseits. Sein hauptsächliches Anliegen ist eine bessere Herausarbeitung des historischen Kontextes dieser Kontroverse als auch ihrer Auswirkungen. Zu diesem Zweck wird in einem ersten Schritt an verschiedene, seit dem Ende des 19. Jahrhunderts vorgelegte Anläufe zur Herausarbeitung der Idee einer Weltgeschichte erinnert. Daran anschließend wird hervorgehoben, dass die Intensität der genannten Kontroverse, insbesondere hinsichtlich ihrer deutschen Ausprägung, nur verständlich wird vor dem Hintergrund zweier entscheidender Aspekte: der besonderen historischen Situation am Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts und der Diskussion um einen deutschen „Sonderweg“.