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Globalisierung und die sich wandelnde Handelsdebatte: eine neue Agenda für das 21. Jahrhundert

Jg. 3, Nr. 1, Dezember 2007
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Thomas Palley, New America Foundation, Washington D.C.

Ausgehend vom derzeitigen Stillstand der WHO-Verhandlungen fragt der Artikel nach seinen Auswirkungen auf den internationalen Handel. Das offizielle Credo lautet, freier Handel liege im Interesse und sei zum Wohle aller Handelspartner. Eine historische Betrachtung zeigt indessen, dass alle heute erfolgreichen Länder im Verlauf ihrer eigenen Entwicklung protektionistische Maßnahmen ergriffen haben, um ihre wirtschaftliche Entwicklung vor schädlichen äußeren Einflüssen zu schützen. Das gilt auch für die USA, weshalb das genannte Credo unglaubwürdig sei. Eine kräftige Binnennachfrage erscheint im Lichte dieser historischen Erfahrungen als Kernelement erfolgreicher wirtschaftlicher (Nach-) Entwicklung, weshalb dieser Punkt einen prominenten Platz auf der politischen Agenda von Entwicklungsländern einnehmen sollte.