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Eine empirische Analyse des Scheiterns der WHO und warum sie (noch) nicht wieder funktionsbereit ist

Jg. 3, Nr. 1, Dezember 2007
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Daniel Drache und Marc D. Froese, York University, Toronto

Der Aufsatz stellt eine empirische Untersuchung der Streitschlichtungspraxis der WHO innerhalb der letzten zehn Jahre dar. Das Streitschlichtungsverfahren ist die bemerkenswerteste Leistung der WHO-Politik und erhellt zugleich den zukunftsweisenden wie den problematischen Aspekt dieser Institution. Der Artikel untersucht eine Reihe wichtiger, aber unvorhergesehener Konsequenzen des Übergangs von dem informellen GATT-Mechanismus zu dem förmlichen, prozedural geregelten Streitschlichtungsverfahren der WHO. Das Überhandnehmen von Antidumping-Verfahren, die Tendenz zu Vergeltungsstrategien sowie die anhaltende Dominanz der Industrieländer innerhalb der Streitschlichtungsverfahren haben entscheidend zur gegenwärtigen Blockierung der WHO beigetragen.