revue Eurostudia-Le Centre canadien d'�tudes allemandes et europ�ennes
START Vorangehende Nummern Ausgewählte Themen Kontakt

Die Europäische Union als Steuerparadies. Der Begriff der „Steuerkonkurrenz“ im Fall von Malta und Luxemburg

Jg. 3, Nr. 1, Dezember 2007
English | français

Alain Deneault, Université du Québec á Montréal

Die EU verfügt zwar über eine gemeinsame Währung, aber nicht über eine einheitliche Steuerpolitik, die vielmehr nach wie vor Sache der Mitgliedsstaaten ist. Das führt nicht nur zur Steuerkonkurrenz untereinander, sondern auch dazu, dass einige von ihnen durch Steuerdumping große Mengen ausländischen Kapitals aus zudem oft fragwürdigen Quellen anziehen. Malta und Luxemburg dienen im vorliegenden Aufsatz als Beispiele, um den daraus resultierenden Widerspruch zwischen Rechtsstaatsprinzipien einerseits und einer Logik der offshore-Souveränität andererseits aufzuzeigen. Um diesen Widerspruch nach außen nicht zu scharf hervortreten zu lassen, sieht sich die EU zu einer Reihe von argumentativen Verrenkungen genötigt, die immer unglaubwürdiger werden.